Bei diesen Warnzeichen ist es oft zu spät

Irgendwann trifft es jeden Mann: Ab etwa 45 Jahren beginnt die Prostata langsam zu wachsen. Und damit auch das Risiko für Prostatakrebs. Diese Symptome weisen auf den Zustand hin.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Website. Die genauen Ursachen für die Entstehung sind trotz umfangreicher Recherchen noch nicht abschließend geklärt.

Zu den bereits bekannten Risikofaktoren zählen genetische Veranlagung und Veränderungen im Hormonhaushalt: Die Rolle der männlichen Sexualhormone ist laut RKI klar. Ohne sie würde es sich nicht einmal entwickeln Prostatakrebs Kommen Sie. Da sich die hormonelle Zusammensetzung mit dem Alter ändert, steigt auch das Risiko, an Tumoren zu erkranken.

Jeder sechste Mann über 50 ist betroffen

Wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) mitteilt, erkranken 17 von 100 Männern über 50 Jahren an Prostatakrebs. Drei von ihnen sterben daran. Da der Tumor jedoch meist langsam wächst, stehen die Chancen gut, dass der Krebs im Zuge der Früherkennung erkannt wird, bevor er lebensbedrohlich wird.

„Viele Tumoren lassen sich sogar über viele Jahre hinweg beobachten, ohne dass ein Eingriff wirklich nötig wäre“, betont Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe und Pressesprecher des Berufsverbandes Deutscher Urologen (BDU). „Wenn Prostatakrebs nicht frühzeitig entdeckt und regelmäßig untersucht wird, kann er gefährlich werden. Hat er sich einmal ausgebreitet, ist er nicht mehr heilbar.“

Fünf Warnsignale für Prostatakrebs

Das Knifflige an Krebs ist, dass er am Anfang oft keine Symptome verursacht. Wenn der Mann die ersten Warnzeichen verspürt, kann es für eine Behandlung zu spät sein. Männer sollten laut der Deutschen Krebshilfe den Arztbesuch nicht länger hinausschieben, wenn sie folgende fünf Symptome aufweisen:

  • Schmerzen in der Prostata,
  • beeinträchtigtes Wasserlassen,
  • Probleme beim Stuhlgang,
  • Auch Blut im Urin
  • “Ischias”-Schmerzen.

Letztere können im fortgeschrittenen Stadium durch Knochenmetastasen verursacht werden. Aber: „Diese Symptome treten erst auf, wenn der Tumor eine kritische Größe überschritten hat oder Metastasen in Lymphknoten oder Knochen ausgebreitet hat“, warnen die Krebsexperten.

Früherkennungsuntersuchungen einholen

Krebsfrüherkennungstests spielen daher eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Männern. Ab dem 45. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen jährlich die Kosten für die digitale rektale Tastuntersuchung und für die Untersuchung der äußeren Genitalien.

Viele Urologen und die Deutsche Krebshilfe sind überzeugt, dass diese als alleinige Untersuchungsmaßnahme nicht ausreichen. Ihr Rat: Auch Männer sollten sich bei ihrem Arzt über die PSA-Test informieren. Die Kosten von etwa 25 bis 35 Euro muss der Patient selbst tragen. Bei einem konkreten Verdacht auf Krebs wird dies von den Krankenkassen durchgeführt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen in keinem Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht dazu verwendet werden, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen einzuleiten.