Mit 19 ging Ralph Siegel nach Nashville, um Musik zu machen, heute gilt der 67-Jährige als Hit-König. Ein Gespräch über Erfolg, Misserfolg und sein “Lebenswerk”, das Musical “Zeppelin”.

Interview von Michael Zirnstein

“Wer ruft anonym an?” Fragt Ralph Siegel während des Interviews. „Frank Elstner“, tönt eine bekannte TV-Stimme aus dem Telefon. “Mein Frank!” sagt Siegel glücklich. “Mein Ralph! Ich wollte nur sagen, dass ich komme …” Das sei sein “größtes Vergnügen”, sagt Siegel, der trotz Ischiasschmerzen zu Hause in München-Solln vom weichen Sofa aufsteht. Irgendwie passt für den Schlagerkönig alles zusammen. Endlich, nach sechs Jahren Vorbereitung, Team- und Ortswechsel, drei Verschiebungen und einer Pandemie, kann er an diesem Samstag, 16. Oktober, Freunden und Fans über das Leben des Erfinders Graf von Zeppelin und den Katastrophenflug sein Musical „Zeppelin“ vorspielen der Hindenburg im Festspielhaus Füssen, mit einer Starbesetzung, die er selbst besetzt hat: Uwe Kröger, Sandy “No Angels” Mölling, Patrick Stanke, Tim Wilhelm (Münchner Freiheit), Sigmar Solbach … Es ist sein “Lebenswerk”, wie ihn der 76-Jährige nennt. Er ist Kapitän, Konstrukteur und Reeder des gigantischen musikalischen Luftschiffs.