Ischiasprobleme: Die richtige Schlafposition finden

Ischiasschmerzen: Welche ist die richtige Schlafposition?

Rückenschmerzen sind eine echte Volkskrankheit – viele Betroffene klagen über Beschwerden vor allem im Lendenwirbelbereich. Eine mögliche Ursache ist ein eingeklemmter oder gereizter Ischiasnerv. Der Schmerz prägt oft den Alltag – auch nachts. Welche Schlafposition ist bei Problemen mit dem Ischiasnerv geeignet?

Ischiasschmerzen: Was sind die Ursachen?

Der Ischiasnerv (Ischiasnerv) ist der längste Nerv des menschlichen Körpers: Er erstreckt sich von der Lendenwirbelsäule bis zu den Zehen. Beschwerden in diesen Bereichen treten normalerweise auf, wenn der Nerv in der Wirbelsäule eingeklemmt oder gereizt ist. Die Ursachen für Ischiasschmerzen sind ganz unterschiedlich, zum Beispiel:

  • Bandscheibenvorfall (Prolaps) im unteren Rücken
  • Bandscheibenvorsprung (Überstand)
  • Entzündung der Nerven im Lendenbereich
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose)
  • Entzündung der Wirbel (Spondylitis)
  • Blutergüsse (Hämatom)

Es ist auch möglich, dass der Ischiasnerv während der Schwangerschaft gereizt oder eingeklemmt wird. Vor allem mit fortschreitender Schwangerschaft verschiebt sich der Körperschwerpunkt durch das zunehmende Gewicht nach vorne, wodurch die untere Wirbelsäule stärker belastet wird.

Welche Schlafposition bei Ischiasbeschwerden?

Jeder, der an Ischias leidet, verspürt normalerweise einen plötzlichen dumpfen oder pochenden Schmerz. Meist ist nur eine Körperseite betroffen – die Schmerzen strahlen jedoch oft vom Gesäß bis zum Bein oder bis zu den Zehen aus. Auch damit verbundene Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche sind möglich. All diese Symptome können den Alltag der Betroffenen stark einschränken. Auch nachts ist oft keine Linderung in Sicht. Daher fragen sich viele Ischias-Betroffene, welche Schlafposition bei Ischiasbeschwerden am besten ist.

Legen Sie sich am besten auf den Rücken oder auf die Seite, um Ihren Ischias zu entlasten. Noch besser ist es, nachts die Schlafpositionen zu wechseln. Auf diese Weise werden einseitige Belastungen der Wirbelsäule und der darüber liegenden Muskulatur vermieden. Das Umdrehen oder Positionswechsel geschieht unbewusst – je nach Schlafdauer dreht man sich mehr als 40 Mal pro Nacht, sofern der Körper nicht daran gehindert wird, zum Beispiel durch ein tiefes Einsinken in eine zu weiche Matratze.

Seitenschläfer sollten die linke Körperhälfte bevorzugen. Der Grund: Die Schlafposition tut nicht nur dem Ischiasnerv gut, auch die Organe werden entlastet und Sodbrennen und Reflux treten seltener auf.

Die Bauchlage wird nicht empfohlen, wenn Sie Rückenschmerzen oder Probleme mit dem Ischias haben. Denn hier wird der Rücken überdehnt und ein Hohlkreuz entsteht. Außerdem dreht man beim Schlafen den Kopf zur Seite, um besser atmen zu können. Dies führt oft zu schmerzhaften Verspannungen im Nackenbereich oder zu Blockaden in den Wirbelgelenken.

Zusatztipp: Stufenlagerung bei akuten Beschwerden

Bei aktuellen Ischiasschmerzen kann die sogenannte Schrittlagerung helfen. Ausgangspunkt ist die Rückenlage. Kissen oder Decken werden unter die Beine geschoben, sodass die Unterschenkel angehoben werden. Hüft- und Kniegelenke sollten im 90-Grad-Winkel gebeugt sein. Die Position entlastet den Ischiasnerv, die Muskeln entspannen sich und die Schmerzen können nachlassen.

Die Stufenposition eignet sich auch für kurze Zeit als Schlafposition. Mit Hilfe eines Bandscheibenwürfels (zum Beispiel aus Schaumstoff) wird der Rücken nachts entlastet. Eine Langzeitanwendung ist jedoch nicht ratsam, da eine Positionsänderung nur eingeschränkt möglich ist und dies zu einer einseitigen Belastung des Rückens führt.

Rückenprobleme: die richtige Matratzen- und Kissenwahl

Bei Problemen mit dem Ischias ist jedoch nicht nur die Schlafposition entscheidend. Auch die richtige Matratze spielt eine Rolle. Material und Härtegrad sollten beim Kauf auf das eigene Körpergewicht und Körperbau abgestimmt werden. Als Faustregel für den Härtegrad gilt: Leichtere Personen sollten weichere Matratzen wählen, die auch den Körper gut stützen, während für schwerere Personen eine höhere Matratzenhärte geeignet ist. Lassen Sie sich jedoch am besten von einem Fachmann beraten.

Beim Kauf muss auch die Breite der Matratze berücksichtigt werden, um unter anderem für ausreichend Bewegungsfreiheit zu sorgen (Stichwort: Positionswechsel). Eine einzelne Person benötigt mindestens 1 Meter Platz, während für zwei Personen mindestens 1,80 Meter empfohlen werden. Wichtig ist auch, die Matratze regelmäßig zu erneuern. Dieser sollte je nach Qualität etwa alle 10 Jahre ausgetauscht werden.

Ein weiterer Punkt, der bei Rückenproblemen zu beachten ist: das Kissen. Weder zu dick noch zu dünn sollte gewählt werden, da sich die Halswirbelsäule sonst auf- oder abrundet. Idealerweise stützt das Kissen den Kopf so, dass die Wirbelsäule vom Kopf bis zum Gesäß geradlinig verläuft. Bei der Wahl des richtigen Kissens sollte auch die Schlafposition berücksichtigt werden: Für Rückenschläfer empfehlen sich flache Kissen und für Seitenschläfer dickere Kissen.

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