Papst Franziskus mit Evangeliar

Franziskus erinnert an die Notwendigkeit der Bekehrung

Der Sonntag des Wortes Gottes wurde 2019 von Papst Franziskus eingeführt, um die große Bedeutung der Heiligen Schrift zu betonen. Heute wird dieser besondere Tag gefeiert und der Papst richtet eine klare Bitte an die Gläubigen.

Vatikanstadt – 24.01.2021

Am Sonntag des Wortes Gottes rief Papst Franziskus dazu auf, häufiger in der Bibel zu lesen. Christen sollten den Fernseher ausschalten, das Handy zur Seite legen und einmal am Tag das Evangelium zur Hand nehmen. Das lasse dich spüren, dass Gott nahe ist und macht Mut auf dem Lebensweg, erklärte er. Der 84-jährige Kirchenvorsteher besuchte wegen eines Ischiassyndroms nicht die Messe im Petersdom. Erzbischof Rino Fisichella, Präsident des Rates für die Neuevangelisierung, leitete die Feierlichkeiten für den Papst und hielt seine vorbereitete Predigt.

Franziskus hatte im vergangenen Jahr erstmals den Sonntag des Wortes Gottes als Aktionstag für die Verbreitung der Bibel unter katholischen Gläubigen gefeiert. In Deutschland gibt es bereits einen ökumenischen Bibelsonntag, der seit 1982 am letzten Sonntag im Januar gefeiert wird.

Möge Gott “an den häufigsten Orten und zu ganz gewöhnlichen Zeiten” sprechen

Die Nähe Gottes sei das „Herz“ der Botschaft Jesu, betonte Franziskus in seiner Predigt. Das Wort Gottes erlaube den Menschen, „diese Nähe mit den Händen zu fassen“. Es sei “ein Wort des Trostes, aber auch der Buße”, erklärte Franziskus. Wer die Nähe Gottes erlebte, konnte “den Nächsten nicht fernhalten, ihn in die Gleichgültigkeit deportieren”.

Gott spricht zu den Menschen “an den alltäglichen Orten und zu ganz gewöhnlichen Zeiten”, fuhr der Papst fort. “Er sucht uns dort, wo wir sind, liebt uns so, wie wir sind, und begleitet geduldig unsere Schritte.” Wie bei den Fischern, die auf dem See Gennesaret als Jünger berufen wurden, wollte er “uns dazu bringen, den Kurs zu ändern, damit wir aufhören, ein bisschen vor uns zu leben, sondern ihm nachgehen”.

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Papst Franziskus erinnerte die Gläubigen auch an die Notwendigkeit der Bekehrung. Die Erlösung kommt nicht automatisch, sondern erfordert als kostenlose Gabe Gottes eine freie Reaktion des Menschen. Beim Angelusgebet am Mittag betonte der Papst, dass dies ein Umdenken und ein Umdenken erfordert. Das Kirchenoberhaupt hielt das Gebet und die vorherige kurze Ansprache in der Bibliothek des Apostolischen Palastes.

Franziskus sagte, durch die Sünde sei eine Selbstbehauptungsmentalität in die Welt gekommen. Bitten Sie andererseits die Botschaft von Jesus, die eigene Not zu erkennen. Dazu gehörte ein ausgewogenes Verhältnis zu materiellen Gütern und eine offene und dienstleistungsorientierte Haltung gegenüber anderen. Die Zeit, die Erlösung anzunehmen, sei kurz, warnte der Papst.

„Jeder Moment unseres Daseins ist eine kostbare Zeit, um Gott und den Nächsten zu lieben und so in das ewige Leben einzutreten“, sagte er. Jede Phase des persönlichen Lebens enthält einen besonderen Ruf Gottes, auf den man positiv oder negativ reagieren kann. (rom / KNA)