Sprintstar Aleixo-Platini Menga trainiert Fußballer des SV Straelen

4. August 2021 um 13:22 Uhr

Regionalmannschaft SV Straelen
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Sprintstar gibt Kickern eine Laufstunde

Sprintstar Aleixo-Platini Menga (Mitte), hier mit Cagatay Kader (links) und Noah Holtschoppen, genoss das Training mit den Kickern. Foto: Heinz Spütz

Straelen Aleixo-Platini Menga, der die 100 Meter in 10,09 Sekunden sprintete, führt ein SVS-Training an. Wie ist sein Eindruck von der Athletik der Spieler.


Einen prominenten Besucher gab es am Dienstag auf dem Trainingsgelände der Fußball-Regionalmannschaft SV Straelen. Die Leitung der Übungseinheit übernahm Aleixo-Platini Menga, der 2018 mit einer persönlichen Bestzeit von 10,09 Sekunden über 100 Meter auf Platz sechs der deutschen Allzeitbestenliste steht. „Einerseits sollte es eine Veränderung sein. Auf dem Vorbereitungsplan für diese Woche steht hingegen Schnellkrafttraining. Und dafür könnte man sich keinen besseren Trainer wünschen“, sagte SVS-Trainer Benedict Weeks.

Nach einigen lockeren Runden auf dem Platz lernten die Spieler, aber auch das Trainerteam neue Wege kennen, um fußballspezifische Muskeln und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen. Menga, die für Deutschland bei Welt- und Europameisterschaften antrat, gab dann einen Einblick in die Geheimnisse der menschlichen Schnelligkeit.

„Auf Schnelligkeit kommt kaum eine Sportart aus“, sagt Aleixo-Platini Menga, die zusammen mit Straelens Co-Trainer Dennis Freund und einem Sportwissenschaftler in Neuss eine Art Schule baut, die sich auf Schnelligkeitstraining im Fußball spezialisiert hat. Nach Koordinationsübungen, die das Körpergefühl für einen Sprint stärken sollten, standen gezielte Übungen zur fußballspezifischen Schnelligkeit auf dem Programm, die die richtige Lauftechnik vermitteln sollten.

„Mir ist sofort aufgefallen, dass die Spieler eine starke Oberschenkelmuskulatur haben. Die Rückseite der Oberschenkel, aber auch die Gesäßmuskulatur sind nur sehr schwach“, sagte der Sprintstar. „Das sind oft die Ursachen für typische Verletzungen wie Zerrungen oder Muskelfaserrisse. Starke Gesäßmuskeln konvergieren besser mit Ihren Oberschenkeln. Das Becken muss stabil sein, da von dort viele Nerven wie der Ischias in die Beine ausstrahlen. “

Nach dem sogenannten Cool Down am Ende der Trainingseinheit sagte Aleixo-Platini Menga: „Es hat viel Spaß gemacht, das Team war total begeistert. Aber trotz der guten Athletik der Spieler habe ich genug Angriffsflächen gesehen, um viel von ihrer Leistung herauszukitzeln. “

„Ich war beeindruckt von der Trainingseinheit und habe in der kurzen Zeit viel gelernt“, sagte Benedict Weeks. „Aus meiner Sicht ist ein regelmäßiges Sprinttraining durchaus sinnvoll. Denn jedes Prozent mehr Leistung macht die Mannschaft besser und verringert das Verletzungsrisiko. “