Weltmeister Martin Smolinski (AC Landshut) hat sich am Freitag beim Training schwer verletzt. 

Leipzig. Erst durch Corona gebremst, dann durch einen bösen Sturz außer Gefecht gesetzt: Langstrecken-Weltmeister Martin Smolinski (35) hat sich am Freitag bei einem Trainingslauf auf dem Leipziger Motodrom am Cottaweg schwer verletzt. Der Pechvogel vom AC Landshut erlitt Hüft- und Oberschenkelverletzungen, auch der Ischiasnerv wurde getroffen. Der Speedway-Champion wurde sofort in die Uniklinik gebracht und dort am Samstag operiert.

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„Wir wünschen ihm eine gute Genesung und alles Gute“, sagt der Gastgeber MC Post, der zum ersten Training nach der Zwangspause auch seine Fahrer Bruno Thomas (nominiert für die Paar-Weltmeisterschaft 2020) und Magnus Rau (Sieger des Deutsche Speedway-Meisterschaft 50ccm 2019) begrüßen.

„Ein großes Dankeschön an meinen Mechaniker Mischa und alle, die dabei waren“, schrieb Smolinski auf Facebook. Eigentlich hätte am Samstag der Opel-AMZ-Leipzig-Cup stattgefunden, den die Olchinger im vergangenen Jahr als Sieger beendeten. Doch aus bekannten Gründen musste das Spektakel im traditionellen Oval 2020 abgesagt werden.

MC Post nutzte den Freiraum für die ersten Trainingsstunden und als Testlauf für das Hygienekonzept. Dies lässt sich sowohl im Fahrerlager, als auch auf der Strecke problemlos umsetzen. Aber für die Fans, die es sich meistens auf Campingstühlen oder im Gras in der schönen Runde gemütlich machen, geht das nicht. Der Vorstand des MC Post hat entschieden, dass auch die Norddeutsche Bahnmeisterschaft der Junioren am 20. Juni und der Stadionprozess am 4. Juli abgesagt werden. Geisterrennen kommen nicht in Frage. Dies ist ohne Zuschauereinnahmen nicht zu erreichen. Die Hoffnung bleibt also für den 18. Juli. Dann soll laut Plan der „Tag der offenen Tür“ stattfinden.